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Donnerstag, 2. April 2009

Architektur des Grauens

Kleines Rätsel: Um was für ein Gebäude handelt es sich bei diesem Neubau?


Kleiner Tip: Es ist weder ein Gefängnis noch eine finstere Parteizentrale...

Dienstag, 7. Oktober 2008

Bartwuchs für alle!

Hui, war ich schon lange nicht mehr hier online...
Ich versuche mal einen kleinen Neuanfang mit diesem bemerkenswerten Plakat, das ich heute entdeckte:

Die Frau-Mann-Transsexualität und das Dragkingdom sind offenbar in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir sehen hier eine durchaus hübsche, attraktive Frau vor uns, ausgestattet mit sehr regelmäßigem Bartwuchs und kräftigen Augenbrauen - da kann man als Mann ja fast neidisch werden.
Aber worin bestehen jetzt die unerwünschten Nebenwirkungen dieser Hormone - das ist mir unklar.

Freitag, 25. Juli 2008

Wozu hat man eigentlich einen Internetanschluss...

...wenn man nirgends ein Rezept für eine Gummibärchen-Pizza finden kann? Ich kann nicht glauben, dass noch niemand dafür ein Rezept erfunden und ins Internet gestellt hat! Das muss es doch geben!
Ich meine, es gibt ja sogar Rezepte für Knoblauchschokolade oder Erbseneis.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Igitt, Fußball! Igitt, Deutsche!

Nachfolgend ein wirrer, assoziativer Gedankenstrom, der sich gestern durch mein Gehirn wand, während vor dem Fenster Menschenmassen mit deutschen Fahnen die Straße verstopften (siehe Video-Beweis unten) - und das in Kreuzberg! Gibt es denn keinen sicheren Ort mehr?:

Nicht dass die Fußball-EM es wirklich wert wäre, sich darüber aufzuregen - obwohl, eigentlich schon. Ich meine, WAS IST DAS? Was ist passiert? Was tun diese Leute da unten auf der Straße? die stundenlang, ja die ganze Nacht lang in ihren Autos sitzen, Fahnen schwenken und während sie in endlosen Staus stehen (leider vor meiner Haustür) pausenlos auf die Hupe drücken, gar Raketen abfeuern, winken und wedeln, rufen, gröhlen und vor allem: hupen, hupen, hupen. Und das ganze STUNDENLANG! Was ist passiert? Hab ich was verpasst? Ich meine, mein naives Intellektuellengehirn kriegt das nicht so richtig zusammen, wie man stundenlang enthusiastisch jubeln kann, irgendwann muss einem doch die Puste ausgehen, so ein kurzer Freudentanz, ok, aber stundenlang?? Ist das noch *real*? Oder ist das mehr so eine Art Leistungszwang: "Wir müssen jetzt durchhalten, die Ehre unserer Nation steht auf dem Spiel, sonst lachen die Türken uns aus, wenn wir jetzt nicht mindestens noch drei Stunden weiterhupen."

Demonstrativ einen SIEG zu feiern, während andere (in der Natur der Sache liegend) verloren haben: das ist sowieso barbarisch und natürlich auch völlig kindisch: "Bähbäh, ich hab gewonnen, und duu hast verloren, bähbäh, und das sage ich jetzt den ganzen Tag, damit du dich den ganzen Tag ärgerst. Und du kannst gar nicht sagen, dass es dir egal ist, weil ich dich die ganze Zeit damit nerven werde, so dass es dir nicht egal sein KANN, bähbäh!"
Oder noch schlimmer als kindisch, nämlich latent gewalttätig und Wir-gegen-die-Schema und böse usw. - eh klar. Das ist so offensichtlich und trotzdem machen alle mit, zumindest gucken alle mit.
Sich überhaupt über einen Sieg als Sieg an sich, nicht als Sieg für eine bestimmte Sache, die man wertschätzt, zu freuen, ist eigentlich komplett absurd - oder ist die Sache, um die es da unten geht, tatsächlich die deutsche Nation? Wo kommt nur dieses beschissene neue deutsche Wir-Gefühl her? Ist das nicht sogar schlimmer als vor zwei jahren bei der WM? Steigert sich das jetzt immer weiter, ist bei Olympia diesen Sommer womöglich Ähnliches zu befürchten?? Wann ist das eigentlich? Wo kann ich hinflüchten?

Waahh, ich verstehe ja schon nicht, wie man sich über etwas derart Dämliches wie den Sieg ein nationalen Fußballteams tatsächlich freuen kann, ich meine, so richtig freuen, als hätte man selbst etwas tolles erlebt oder erreicht... - das ist doch irgendwie seltsam: ganz NORMALE Leute, mit denen man zuvor noch über ganz normale Dinge geredet hat, die man beim Bäcker trifft oder in der U-Bahn, die man vielleicht SOGAR KENNT, ticken plötzlich völlig aus, entpuppen sich als komische Freaks, die sich bunte Farben ins Gesicht malen. Ein seltsames Sportereignis, das im Fernsehen kommt und mit bunt angezogenen Männchen zu tun hat, die über einen grünen Platz rennen, löst nie dagewesene Emotionen aus, Jubelschreie, genervte Ausrufe des Unmuts, Anteilnahme, Ärger, Wut, Euphorie - obwohl doch diese Spiel mit diesen Menschen keinerlei Verbindung hat! Ich meine, das sind ja Leute, deren Lebensinhalt besteht sonst auch nicht aus Fußball oder sonstigen Sportereignissen, die interessieren sich überhaupt nicht dafür, normalerweise - doch dann plötzlich packt sie der kollektive Wahnsinn.
Wie auf Kommando gerät die ganze Stadt (wahrscheinlich das ganze Land) in Aufregung und Menschen tanzen auf der Straße (!) als wäre Revolution oder Weltuntergang oder zumindest eine ordentliche Lohnerhöhung für alle. Ist aber nicht. Sondern der Anlass ist: ein Fußballspiel - ein F-U-S-S-B-A-L-L-S-P-I-E-L!

Wenn wenigstens jeder von diesen Verrückten da draußen einen EIGENEN bescheuerten und äußerlichen Anlass hätte, um grundlos freudige Emotionen in die Welt zu schreien: dass dieses Jahr ein Schaltjahr war oder dass der Nachrichtensprecher eine gestreifte Krawatte anhat oder so - aber dazu sind dann alle zu feige, das traut sich dann keiner, wenn nicht alle mitmachen. Es braucht halt den Anstoß von außen, die offizielle Erlaubnis, aus der Reihe zu tanzen und hemmungslos zu sein, weil sonst ist das ja vielleicht peinlich und außerdem käme man gar nicht auf die IDEE. Auf die Idee kommt man ja nur, weil alle das so machen, weil man das so macht, weil das von allen offiziellen Seiten propagiert und gehypet wird - Fussball-EM gucken schließlich alle - vom Manager über den Bundestagabgeordneten, zum Angestellten, Arbeiter, Schüler, Studenten - sogar Frauen! Warum abseits stehen? Warum SPIELVERDERBER und MIESMACHER sein? Warum als einziger traurig und schlechtgelaunt sein, wenn sich alle freuen (die gewonnen haben)? - Ist doch toll! Alle zusammen, freuen sich gemeinsam, weinen gemeinsam Freudentränen, singen Fußballieder - welch pathetisches und erhebendes Gefühl, ach jaaaa.....

WAAAAHHHHH!


Mit wackeliger Hand gefilmter Beweis des Grauens (zum Glück zu dunkel, um all die Menschen und all die Fahnen zu sehen)

Dienstag, 3. Juni 2008

Berliner Westen

Manchmal kommen einem ja schon Zweifel: ist das wirklich die richtige Stadt für mich?

Sonntag, 1. Juni 2008

Der Fluch der Nähmaschine

Die Firma Microsoft hat bekanntlich viel in das ehrgeizige Vorhaben investiert, den PC auf der Rangliste der meistbefluchten Haushaltsgeräte ganz weit nach oben zu bringen. Und zugegebenermaßen hat sie auf diesem Gebiet beeindruckende Erfolge erzielt. Da ist einiges geleistet worden, muss die Konkurrenz der Videorecorderproduzenten, Stereoanlagenbauer und Waschmaschinenhersteller neidvoll zugeben. Dabei wird gern vergessen, das Microsoft es nicht geschafft hat, ein simples und traditionsreiches Gerät vom ersten Platz zu verdrängen: die Nähmaschine. Generationen von (meistens) Frauen brachten ihre Zeit fluchend und vor Wut heulend vor Nähmaschinen zu. Sie förderten aus der Maschine gigantische, komplexe Faden- und Stoffverknäuelungen zu Tage, die sie dann von Hand in stundenlangen Prozeduren dicht unter Lampenschirmen klebend auftrennten. Dann wurde der lädierte Stoff erneut unter die Nähmaschine gelegt, und nach einigen stotternden und seltsam klappernden Geräuschen der Stoff komplett in die Maschine eingezogen, so dass diese aufgeschraubt werden musste und der Stoff in neuerlich stundenlanger Fitzelarbeit vorsichtig daraus entfernt werden. Und so weiter. Soweit ich erkennen kann, hat sich an diesem Sachverhalt in den letzten hundert Jahren nicht viel geändert. Die schwierigen Auftrenntechniken wurden von Generation zu Generation weitergegeben, weil sie für den Umgang mit der Nähmaschine essentiell waren und sind. Vor diesem Hintergrund ist es wirklich ein Wunder, dass tatsächlich Kleidungsstücke überhaupt existieren! Man muss sich einmal den Aufwand vorstellen, der in einem jeden von ihnen liegt!
Neuerdings haben Nähmaschinen eingebaute Computer mit Nähprogrammen, damit ist wahrscheinlich erneut ein für die PC-Branche unerreichbarer Vorsprung erzielt worden. Wenn Microsoft jetzt allerdings anfangen würde, Betriebssysteme für Nähmaschinen herzustellen, hätte zusammengefunden, was historisch eigentlich zwangsläufig zusammengehört.

Dienstag, 20. Mai 2008

Unheimliche Begegnung in der U-Bahn

Manchmal muss man sich schon sehr wundern, mit was für Leuten man ahnungslos in der U-Bahn sitzt. Man hielte es ja nicht für möglich, welch Abgründe sich in den Menschen verbergen, mit denen man tagtäglich die Verkehrsmittel teilt.

Der unscheinbare Mann neben mit hält einen e-mail-Ausdruck in den Händen und sucht etwas auf seinem Stadtplan. Auf dem Ausdruck ist zu lesen (ich weiß, das ist eigentlich unhöflich, fremder Leute Privatkorrespondenz mitzulesen, aber dann sollen sie mit der eben nicht neben mir in der U-Bahn rumwedeln):

"Hallo ihr Lieben,
wir haben gestern beschlossen, die Kundgebung des Dalai Lama mit unserer positiven Lach-Energie zu unterstützen ..."

Der etwas zerknautscht und ziemlich dröge aussehende Mann neben mir, er mag Ende 30 sein - ein fanatischer Lacher? Einer, der sich irgendwo hinstellt und dann einfach so lauthals zu lachen beginnt, womöglich minuten- oder gar stundenlang, wer weiß, um seine Umgebung mit "positiver Lach-Energie" zu überschütten?? Einer der in seiner Freizeit Lach-Workshops besucht? Oder jeden Morgen vor dem Spiegel Lach-Übungen macht, zur Entspannung der Gesichtsmuskulatur und für einen "positiven Start in den Tag"? Er sieht gar nicht fröhlich aus, eher ein bisschen apathisch und - man muss es sagen - dämlich. Aber womöglich muss man gar nicht fröhlich sein, um ein professioneller Lacher zu sein, vielleicht hat diese Lachenergie mit Fröhlichkeit überhaupt nichts zu tun? Gespenstisch. Da hatte man geglaubt, solche Leute müsste man an ihren hennagefärbten Haaren oder ihrer legeren Leinenkleidung erkennen, aber dieser Mann da, den man für einen Klempner oder Berufsbekleidungsfachgeschäftsverkäufer hätte halten können... - hoffentlich fängt er nicht jetzt hier in der U-Bahn an zu lachen, ich steig lieber mal schnell aus...

Montag, 7. April 2008

Hab ich's doch geahnt! Kaffee macht müde!

Und ich dachte schon, das wäre eine ganz seltsame physiologische Besonderheit bei mir, dass ich von Kaffee müde statt wach werde, aber hier in der Wikipedia steht es und bestätigt mich:

"Kaffee hat eine zunächst beruhigende Wirkung. In der Praxis ist es bekannt, dass man besser einschläft, wenn man sich in den ersten 15 Minuten nach dem Kaffeetrinken hinlegt, weil das Schlafzentrum im Gehirn besser durchblutet wird.
Zögert man jedoch zu lange, verpasst man die beruhigende Wirkung vom Kaffee und das Koffein fängt an zu wirken; nun ist es fast unmöglich einzuschlafen. Diese Methode der Beruhigung wird z. B. in Krankenhäusern angewandt. Bei älteren Menschen bekämpft Kaffee den Abfall der Atemfrequenz beim Einschlafen, was deren Schlafqualität verbessern kann."

Aha! Zwar hatte ich nicht den Eindruck, dass ich dann nach 15 Minuten plötzlich wach werde, aber immerhin, es ist mir zu einem geringeren Anteil rätselhaft als zuvor. Es klingt so, als würde diese beruhigende Wirkung nicht auf das Koffein zurückgehen. Vielleicht ist es doch mal an der Zeit, die Gewohnheit auf eine wirkungsvollere Alternative umzupolen...
Hat hier jemand gute Erfahrungen mit Koffeintabletten? Oder anderen tollen Dingen, die der Konzentration förderlich sind?

Donnerstag, 22. November 2007

Dialog der Kulturen (diese Überschrift ist geklaut)

Ein Gespräch:
Junger Mann: "Ich war gestern bei Onkel Toms Hütte*" [*ein U-Bahnhof im äußersten Südwesten Berlins]
Junge Frau: "Was hast du denn da gemacht?"
Junger Mann: "Ich wollte mal sehen, wie's da ist."
Junge Frau (irritiert): "Du fährst wo hin, nur um zu sehen, wie es da ist??"
Junger Mann: "Ja. Wozu fährst du denn in Urlaub?"
Junge Frau (in übertriebenem und belustigtem Tonfall, als sei das von ihr Gesagte das Selbstverständlichste von der Welt und als verstünde sie nicht, wie man überhaupt diese Frage stellen könnte): "Äh, um zu entspannen!!?"
Junger Mann: "Ja, klar, aber ich meine, wozu fährst du in andere Länder?"
Junge Frau (im gleichen Tonfall): "Um zu entspannen!!? - Jedenfalls fahr ich bestimmt nicht wohin, nur um zu wissen, wie es dort ist. Wie soll es da schon sein - Sonne, Strand, Meer." Pause "Und wie ist es da so, bei Onkel Toms Hütte?"
Junger Mann (erzählt begeistert wie es da so ist): "Also die haben da echt so... [usw.]"

Mittwoch, 7. November 2007

Nanu, wunderte ich mich, ein Rätsel

Um die hungrigen Lesermassen ein wenig zu beruhigen und zu beschäftigen, hier ein neues Rätsel. Natürlich habe ich versucht, es schwieriger zu machen als beim letzten Mal, aber da es sich ja hier nur um echte Rätsel handelt, also um Textstellen, die ich tatsächlich in der U-Bahn bei Sitznachbarn mitgelesen habe, ist mein Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad natürlich gering. Jedenfalls lautet der aktuelle zuzuordnende Satz so:

"'Nanu?' wunderte sich Vitus, 'Was hat euer Lidmuskel mit dem Schwarzen Tod zu tun?'"

Der grobe Kontext ist natürlich relativ leicht zu erraten, offenbar handelt es sich um eines von diesen pseudomittelalterlichen Fantasy-Büchern oder einen sogenannten Historienroman. Aber davon gibt es ja unzählige.
Das Wort "nanu" ist nicht unbedingt eines, das in der Hochliteratur so gebräuchlich ist, die Volltextsuche im Digitale Bibliothek-Band "Meisterwerke deutscher Dichter und Denker" ergibt nur zwei Fundstellen, eine in Fontanes "Stechlin" und eine im "Hungerpastor" von Wilhelm Raabe.
Nach diesen wertvollen Informationenen wird die Lösung hoffentlich bald gelingen, ich weiß ja um die Raffinesse unserer Leser.
Allerdings schien mir da neulich eine gewisse Anspruchshaltung bezüglich der ausgelobten Preise Einzug zu halten. Als würde die Unterhaltung, die wir hier durch derartige Rätsel bieten nicht genügen! Als hätten wir es nötig, unsere Leser mit materiellen Gütern zu bestechen, damit sie unsere Rätsel lösen! Folgender Preis wird dennoch großzügigerweise zur Verfügung gestellt:

Der Gewinner darf einmal **!GRATIS!*!EXCLUSIV!** von mir schlecht träumen! Gestaltet den Traum, ganz wie es euch einfällt! Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - ob Be euch als heimtückische Mörderin heimsucht oder als grünes, sabberndes, pickeliges Monster - erlebt, wie sie euch im Schlaf am Kragen packt!
Ein Privileg, das kaum jemand jemals haben durfte! Also ich hoffe, das ist euch ein Ansporn!

Samstag, 25. August 2007

Leider nicht ganz scharfes Photo, ich entschuldige mich dafür.

Wie lange muss ein Vogel wohl so daliegen, bis er so skelettiert aussieht?
Ich finde das ja recht faszinierend, wie man da so genau sehen kann, wie die Federn an den Knochen festgewachsen sind... wie bei dieser Archäopterix-Skelett-Versteinerung. Ab wann hört sowas eigentlich auf, eklig zu sein? Wenn gar kein Fleisch mehr dran ist und nur noch Knochen, oder erst, wenn es ein Paar Millionen Jahre als ist und versteinert?

Montag, 23. Juli 2007

Ewiger Abschied

Beate Uhse ist ein seriöses Unternehmen. Abgesehen davon, welche Vorstellungen man dort von einem sexy Décolleté und, ähm, "erotischen" "Gesichtern" hat (das kann man so ja fast nicht schreiben, sind das überhaupt Gesichter??), merkt man das vor allem daran, dass jeder neue Katalog mit tollen Gewinnspielen und "Gratis-Überraschungen" oder "Gratis Super-Sex-Überraschungen" oder auch "einer spannenden erotischen Überrraschung extra" wirbt. Das ganze entpuppt sich dann natürlich als irgendein trashiger Nepp. Die versprochenen "9 Gratis-DVD's" zum Beispiel sind bei näherem Hinsehen nur eine DVD mit Zusammenschnitten aus 9 verschiedenen Filmen. Der aktuelle Katalog kam mit der verlockenden Aufforderung: "Ergreifen Sie jetzt mit ihrem Schlüssel die letzte Chance auf ein Traumhaus im Wert von € 60.000.-*?" Das klingt ja schon ein wenig seltsam - ein TRAUMHAUS für 60.000 €?? Und Sternchen machen ja sowieso sofort misstrauisch! Das "Traumhaus" ist dann auch nur eine Ferienwohnung, aber immerhin "auf einer tropischen Insel" und mit "Whirlpool und Schwimmbad".

Vor circa eineinhalb Jahren nahm meine Fernbeziehung zu Beate Uhse († 16. Juli 2001) eine dramatische Wendung, als ich den aktuellen Katalog mit einer mich in großen Schrecken versetzenden Warnung vorne drauf zugeschickt bekam: "WARNUNG: Wenn Sie nicht reagieren, ist dies ihr letzter Katalog, und wir nehmen ABSCHIED voneinander." Ahhhrrrggg, ABSCHIED, wie schrecklich!! Innen wurde ich informiert, ich hätte schon sehr lange nichts mehr bestellt und wenn ich auch diesmal nichts bestellen würde, wäre es leider nicht möglich, mir weiterhin den wertvollen Katalog zuzuschicken, sie würden das sehr bedauern und mich gerne als Kundin halten und deswegen gäbe es auch extra gratis, wenn ich innerhalb von zwei Tagen antworten würde... oder so ähnlich.
Zu meiner großen Erleichterung entpuppte sich das jedoch bald als leere Drohung. Der nächste Katalog kam, und seither hat einfach jeder Katalog dieses gelb-rote Warnschild außen dran.

Ich habe mich ja immer gewundert, wieso Beate Uhse (und das gilt für ORION gleichermaßen) es nötig hat, seine Kunden mit derartigen durchschaubaren Super-Gratis-Gewinn-Tricks zu locken,

die man sonst von irgendwelchen Lotteriegesellschaften kennt, die dem als absolut dämlich vorgestellten Kunden den Gewinn als speziell für ihn reserviert suggerieren sollen.

Aber sollte Sex nicht von selbst sellen? Ich verstehe das nicht...

Freitag, 22. Juni 2007

Unser (d. h. euer) Wald muss deutscher werden!

Ich bin gerade wieder für einige Zeit in Deutschland zu Besuch. Und da so schönes Wetter war, bin ich auch mal in den Wald gegangen. Das macht man hier ja so, wenn die Sonne scheint, dass man in der Freizeit auch mal im Wald spazieren geht. Auf Kap Verde haben wir das nicht, Wald, oder so gut wie nicht, weil die meisten von unseren Inseln so klein und hügelig sind, und dann ist es da ja auch so heiß und trocken die meiste Zeit des Jahres. Ich dachte, ich sollte mich schon ein bisschen anpassen, wenn ich hier zu Gast bin. Es ist ja nicht richtig, immer eine Extrawurst zu wollen. Also sagte ich zu mir, gut, geh ich eben in den Wald.
Ich muss leider sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Der Wald hier, und ich würde sagen: der Wald generell, ist einfach keine schöne Sache. Warum ist es da nur so unordentlich? Ich meine jetzt nicht den ganzen Dreck auf dem Boden, das habe ich bei mir zu Hause ja auch. Nein, ich meine die Art, wie die Dinge nicht sortiert sind. Nicht etwa die Blätter hier auf einem Haufen, oder besser: in einer Kiste, und die Zweige dort, ordentlich aufgereiht oder gestapelt. Sondern die Zweige sind raumgreifend in die Luft gespannt und die Blätter gleichmäßig über das ganze Geäst verteilt. Das ist vollkommen ineffizient! Mit meinem System könnte man den Wald problemlos auf einem Hundertstel seiner jetzigen Fläche unterbringen.
Das gilt natürlich auch für die Tiere, oder vielmehr, da ist es am allerschlimmsten. Ich habe mindestens fünf, wenn nicht sogar zehn Tiere gesehen, jedes mit locker ein oder zwei Dutzend völlig verschiedenen Organen. Kann man nicht die Lebern in der einen Ecke des Waldes ansiedeln und die Milzen in der anderen? Was soll dieses Durcheinander? Was zum Teufel hat das Herz mit dem Dickdarm zu tun, so dass beide in denselben Sack gehörten? Kurz: Chaos pur. Ein Wunder, dass bewaldete Länder nicht in Anarchie versinken. Daher habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich zum Wohle meines Gastlandes beitragen kann, und folgenden Aktionsplan ausgearbeitet, den ich den Eingeborenen ans Herz legen möchte, zumal er auch eine hervorragende Gelegenheit für das hierzulande so hochgeschätzte ehrenamtliche Engagement bietet und somit dazu beitragen kann, Bürgersinn, Heimatverbundenheit und Leistungsbereitschaft zu fördern. Also, liebe Deutschländerinnen und Deutschländer, hinaus in die Wälder, die Tiere einfangen und dann folgendermaßen vorgehen:

1. Schritt: Organe durchnumerieren

2. Schritt: Organe sortieren und in praktischen Behältnissen verstauen

Mittwoch, 13. Juni 2007

Der Schaum der Straße

Zu einem politischen Post bringe ich es ja nie, bei mir reicht es bestenfalls zu Alltagsrätseln...
Aber das wollte ich schon immer mal wissen: Woher kommt der Schaum auf der Straße, wenn es regnet? Also jedenfalls hier, wo ich wohne, sieht es dann immer so aus:

Benutzen die an der nahen Kreuzung stehenden Punks (und seit neuestem auch arabische Männer mit kopftuchbedeckten Frauen, eine interessante ökonomische Verschiebung, wie ich finde - wobei die Punks bisher noch einen deutlichen Professionalitätsvorsprung haben, nicht nur was das Putzzeug angeht (Eimer!, nicht 1,5-Liter-Plastikflaschen), sondern auch an sympathisch-frecher Dreistigkeit, die Autofahrer erfolgreich anzusprechen, aber das wird bestimmt noch...), also: benutzen diese bei Autofahrern allseits beliebten (die beiden letzten Kommentare in diesem Link) Scheibenputzer so viel Seife? Oder gar die Stadtreinigung (das scheint mir extrem unwahrscheinlich)? Oder Shampoo von den Obdachlosen (ah, ein böser Scherz)?
Aber irgendwo muss er doch herkommen, dieser Schaum?!