Alles löst sich in eine schwindelerregende "dialektische" Bewegung auf, die am Ende keinerlei Festigkeit zurücklässt und mich unfähig und untätig mit Kopfschmerzen in der Ecke liegend (flüssig). Ja, das ist es, was die gefährliche Hegelei mit einem anstellt! Kinder, lasst bloß die Finger davon!Abb. 1: bes Gehirn nach der Hegel-Lektüre
Dennoch habe ich kürzlich eine wissenschaftliche Entdeckung gemacht, die von äußerst großer Tragweite ist. Eigentlich habe ich diese Entdeckung schon vor einer ganzen Weile gemacht, noch "vor Hegel" (obwohl die Natur dieser Entdeckung gewisse Zweifel daran erlaubt, ob mein Geist damals noch gänzlich frei von der Hegelschen Verflüssigung war), doch erst jetzt ist die Zeit reif, sie der Weltöffentlichkeit bekannt zu machen!
Diese Entdeckung ist von äußerster Bedeutung für unser aller tägliches Leben, sie betrifft unsere Existenz in ihren grundlegendsten Verrichtungen (Essen, Sex und Zähneputzen). Ich machte diese Entdeckung fast zufällig, und ihre Bedeutung war mir nicht sofort klar, doch inzwischen bin ich mir sicher, dass sie große Veränderungen herbeiführen wird. Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass jemals irgendjemand vor mir diese erstaunliche Tatsache festgestellt hat, einfach weil sie zu offensichtlich ist:
Die Entdeckung betrifft die Natur der menschlichen Geschmacksnerven:
Nämlich:
MAN SCHMECKT NUR ETWAS, WENN DIE GESCHMACK ERZEUGENDE SUBSTANZ AUF DER ZUNGE BEWEGT WIRD! Geschmack bedeutet Bewegung!! Wenn man dagegen einen schmackhaften Gegenstand lediglich ruhig auf der Zunge liegen hat, ohne dass er bewegt wird, DANN SCHMECKT MAN AUCH NICHTS! Hegel hatte recht! Das Absolute ist Bewegung, nichts existiert außer der Bewegung!
Wie, so werden die Leser ungläubig fragen, kann sie nur diese unwahrscheinliche und revolutionäre Entdeckung gemacht haben? Ja, WIE? Ich werde es euch verraten: Ich machte sie - es ist wirklich wahr - beim Oralsex.
Abb.2: bes haarige Zunge
Abb.2: bes haarige ZungeAlso, es ist ja bekanntlich so, dass Sperma nicht in jedem Fall ganz unbedingt wie eine ausgesprochene Delikatesse schmeckt (das ist
jedenfalls der Stand meiner Beobachtung). Sondern eher manchmal so ein klein wenig nicht ganz so lecker, sondern bitter und komisch eiweißig (und be mag bekanntlich keine Eier). Jedenfalls ohne die entsprechende Zubereitung und Würzung. Und eines Tages machte ich die überraschende Entdeckung, dass ich von dem Sperma rein gar nichts schmeckte, solange ich es nicht auf der Zunge bewegte.Abb.3: be in jungen Jahren beim Zähneputzen
Soviel zu meiner wissenschaftlichen Sensation. Ich denke, die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Äußerst vielfältig. So vielfältig, dass es sich eigentlich erübrigt, einzelne aufzuzählen, wie etwa die Erfindung eines Mechanismus, der schlechtschmeckende, aber zum Beispiel vielleicht möglicherweise gesunde Nahrung in stetigen Intervallen über die Zunge transportiert, so dass sie sich zu jedem einzelnen Zeitpunkt in Ruhe befindet, und also keine Bewegung stattfindet - etwa so, wie sich Zenon das in seinen Bewegungs-Paradoxa vorstellte. Dafür müsste vermutlich nur die Natur der Raumzeit verändert werden.